Gelassenheit

Kann man spirituell sein und trotzdem ein Energiebündel, chaotisch, hippelig usw.? Ich sage ja, denn das ist meistens ein Teil seiner Persönlichkeit, die man, auch durch Meditation und der Arbeit an sich selbst, nicht einfach ablegt.....


Ich selbst habe früher auch anders gedacht. Ich dachte sobald ich mich mit Spiritualität beschäftige, werde ich ruhig, gelassen und ähnle einem tibetischen Mönch, doch die Erfahrung hat mich etwas anderes gelehrt. Auch dass musste ich erst annehmen, dass ich nun mal bin wie ich bin, und das trotzdem nicht schlechter ist......

Selbstverständlich habe ich mich in den Jahren verändert, natürlich bin ich gelassener, ruhiger, bewusster geworden, aber ich bin immer noch sehr lebendig, denn meine Persönlichkeit hat sich nicht verändert – worüber ich heute sehr froh bin, weil ich mich inzwischen mag wie ich bin.

Aber ich bin durch einige Stufen hindurchgegangen, es gab sogar mal eine Zeit wo ich dachte, wenn man lange, lackierte Fingernägel hat kann man nicht spirituell sein, also kleidete ich mich in weite, hüllende Gewänder, legte jeglichen Schmuck und Parfum ab und veränderte mich um hundert Prozent. Nur das war nicht mehr ich......

Dazu habe ich einen wunderschönen Beitrag in einem Buch gefunden "Kosmetik beinhaltet das Wort Kosmos. Schönheit ist ein Ausdruck des Göttlichen und ein Geschenk des Schöpfers. Dazu gehört Pflege und Schmücken des Körpers. Mit Farben und Stoffen, zum Tanz für Gott und Göttin, als Ausdruck der Weiblichkeit - wie die Tempeltänzerinnen". Ja das ist für mich stimmig.

Was hat denn auch die Kleidung mit Spiritualität zu tun? Gar nichts. Es geht darum mit dem Herzen zu sehen, aus dem Herzen zu leben, dabei spielt es keine Rolle was ich anziehe oder wie gelassen ich bin. Denn sobald man seine Authentizität ablegt lebt man nicht mehr aus dem Herzen, weil man versucht jemand anderer zu sein, um nach außen etwas darzustellen was man vielleicht gerne sein möchte, jedoch nicht ist, und das ist dann auch spürbar.

Doch wahrscheinlich musste ich durch diesen Prozess gehen um mich so annehmen zu können wie ich bin, und ich glaube, hoffe, das strahle ich auch aus.